KLAPPENTEXT:
In Frankie Parsons Leben ist alles verlässlich und vorhersehbar. Sogar die ständige Ergänzung seiner sowieso schon sehr langen Liste von Sorgen. Tageslauf, Wochenplan, Jahresrhythmus – nichts ändert sich. Die Morgenlaune seiner großen Schwester. Der tägliche Zickzackweg zum Bus mit seinem besten Freund Gigs. Und die absolut zuverlässigen Antworten seiner Mutter, immer abends um 10. Doch dann taucht Sydney auf und stellt Fragen, liebevolle, neugierige, taktlose Fragen. Und plötzlich gerät Frankies Welt aus den Fugen.
EIGENE MEINUNG:
Meine Ausgabe von "Abends um 10" ist das Geschenk meiner Freundin Tine, die dieses Buch für die Lieblingsbuchchallenge vorgeschlagen hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut und das Buch auch gern gelesen, dennoch hat es mir vermutlich nicht so ganz gut gefallen wie Tine und jetzt, während ich meine Meinung zu diesem Roman äußere, muss ich daran denken, wie wichtig innere und äußere Einflüsse beim Lesen sind. Manchmal sind es Gefühle, die einen mit einem Buch verbinden, manchmal Situationen, die der Geschichte im Buch ähneln und manchmal ist es einfach nur wichtig ausreichend Zeit für eine Geschichte zu haben. Mein Problem beim Lesen war in erster Linie Zeitmangel. Dadurch musste ich das Buch immer wieder unterbrechen und konnte mir auch gar nicht so recht Zeit für die Besonderheiten der Geschichte nehmen, was ich sehr schade finde.
Nichts desto trotz ist "Abends um 10" ein schönes Buch, das in erster Linie durch seine Charaktere lebt. Ich kann mich allerdings gar nicht so recht entscheiden, wenn ich am liebsten mochte. Frankie, den Protagonisten, der scheinbar an einer leichten Form des Asperger Syndroms leidet und nicht nur Herzensgut ist, sondern sich immer für alle verantwortlich fühlt. Besonders für seine kranke Mutter und die Verpflegung der Familienmitglieder mit dem richtigen Essen. Oder ist es Sydney, die taff und witzig ist und Dinge kann, die sonst eigentlich eher Jungs können. Oder doch die dicken Tanten, die eine schriller und lustiger als die andere ist. Oder Onkel George oder Gigs oder Louie oder oder oder. Ihr seht, es lohnt sich auf jeden Fall all diese wundervollen Menschen kennen zu lernen, die durch ihre Einzigartigkeit bestechen.
In "Abends um 10" geht es weniger um Handlung, dafür umso mehr um Gefühle, die Autorin Kate de Goldi durch ihre Schreibe bestens zum Ausdruck bringen kann. Obwohl es keine Spannung im klassischen Sinne gibt, ist es ihr immer wieder gelungen mich zu überraschen.
"Abends um 10" ist auf jeden Fall lesenswert, da es ein Buch ist, das nicht nur traurig schön, sondern auch voller Herzenswärme ist.















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