Als Harold Fry einen Brief seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy bekommt in dem steht, dass sie an Krebs erkrankt ist, ist er bestürzt und verfasst ein paar Zeilen für sie, die er ihr per Post zukommen lassen möchte. Doch am Briefkasten ändert er seine Meinung, denn ein Brief ist eigentlich zu wenig und so macht er sich selbst auf den Weg zu ihr. 1000 Kilometer weit. Zu Fuß.
Auf seiner Reise hat er ausreichend Zeit über sein Leben, seine Taten und seine Familie nachzudenken. Und schon bald fällt ihm auf, dass er vieles hätte anders machen können.
"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist eines der Bücher, die einem nachhaltig nicht los lassen. Die einen zum Nachdenken anregen und sich immer wieder ins Gedächtnis schleichen, so berührend und bewegend ist die Geschichte des Mannes, der in seinem Leben so manchen Fehler gemacht hat und nun, auf einer ganz besonderen Reise nicht nur zu sich selbst findet, sondern auch lernt, sich für das Leben zu öffnen. Er merkt, dass das Glück manchmal in kleinen Dingen steckt, in schönen Momenten und Menschen, die man liebt. Dass man besser über seine Gefühle redet, den Menschen, die einem Nahe stehen zeigt, was sie einem bedeuten und manchmal über seinen eigenen Schatten springen muss. Er erlebt eine Reise, auf der er viele Menschen kennen lernt und viele Geschichten hört.
Dies ist Rachel Joyce erster Roman, in dem sie weder mit ihren Charakteren, noch ihren Lesern zimperlich umgeht und so ist es nicht verwunderlich, dass man während des Lesens doch mal die ein oder andere Träne verdrückt.
Ein traurig schönes Buch, das mich stark berührt hat und das ich nur jedem empfehlen kann.

So wie Harold auf Pilgerreise war, soll auch sein Buch pilgern und von Leser zu Leser reisen. Jeder, dem es begegnet, darf seine eigenen Gedanken mit ins Buch hinein schreiben.
Als erstes zieht Harolds Buch zu Eva.
Wer es ebenfalls lesen möchte kann sich bei ihr oder mir melden (ich leite es dann weiter) und bekommt es dann zugeschickt.
















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